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Geschichte "Kutscherplatz" und "Die Alte Bar"

1837 entstand am Markt das Caffee Damköhler. Schon 1827 war ein Elias Damköhler von Wienrode nach Blankenburg verzogen und hatte in seinem an der Marktstrasse „zwischen Köbbelshause und der Münzenmühle“ gelegene Hause eine Bäckerei und Konditorei eingerichtet. Da sein neues Unternehmen Anklang und Unterstützung fand, sah er sich nach einem geeigneten Grundstück um und erwarb 1837 von der Witwe des Kreisvoigtes Friedrich Kleinau das Grundstück am Markte „zwischen Kruses Häusern“. Dort wurde der Grund gelegt zu dem jetzt noch bestehenden Cafe. Das Haus war „brauberechtigt“, wie dieses heute noch Räume in den alten Hintergewölben erkennen lassen.


Als 1843 Elias Damköhler starb, übernahm zunächst seine Witwe, später dann sein Sohn Emil die Konditorei. Dieser wurde vom Herzoglichen Hofe aufgefordert, doch für die Offiziere des 1848 nach Blankenburg verlegten Leibbataillons eine behaglichen Gaststätte- eine Art Kasino- zu schaffen. Emil Damköhler entsprach diesem Wunsche und erhielt daher die „Erlaubnis zu dem Gewerbe eines Billardhalters, sowie zum Handel mit Austern, Kaviar, Hummern und dergl.“. Immer mehr entwickelte sich nun die behagliche Gaststätte zu einem modernen Kaffeehause, besonders dann, als Emil Damköhlers Sohn Otto, noch zahlreiche bauliche Veränderungen traf und schließlich auch von der Stadt die Erlaubnis zur Erhöhung der Terrasse erhielt. Die Conditorei hatte auch den Status eines „Herzoglichen Hoflieferant“.

In den oberen Räumen war das Cafe Damköhler und im Erdgeschoss befand sich das Bier- und Speiserestaurant „Ledererbräu“.

In den Jahren 1933 bis 1936 gelangte das Anwesen in den Besitz des Gastwirts Erich Bauer und der nannte das Kaffee „Kaffee Bauer“.

 

1937 bis 1938 besaß die Gastwirtschaft Hans und Lucie Evert. Sie nannten nun das Kaffee „Rats-Kaffee“ und die Gastwirtschaft „Rats-Klause“. Neben dieser Gastwirtschaft besaßen sie noch das „Schloss-Kaffee“ in der Mauerstrasse 5.

Everts wurden wiederum von Alfred Wagener abgelöst.

Ab 1940 war A.Schiller im Besitz der Gaststätte. Durch ihn bekam das Haus den Name „Schillers Bierstube“. Nachdem er die Gastwirtschaft aufgab, übernahm Rudolf Alpert die Gaststätte.




Zu DDR Zeiten hieß die Gaststätte noch lange Zeit „Schillers Bierstube“, bis sie in HO „Gaststätte am Markt“ umbenannt wurde. Im unteren Teil des Hauses befand sich die Gaststätte, im oberen Teil war ein Tanzsaal, wo wöchentlich, meistens am Mittwoch und Sonnabend, Tanzveranstaltungen statt fanden.




Nach der Wende 1989 war die Gaststätte kurze Zeit geschlossen und wurde durch einen Gernröder zu der Gaststätte „Pub“ mit neuem Inventar umgebaut. Leider hatte auch diese Gaststätte keinen langen Bestand und wurde nach einem Jahr wieder geschlossen.

Danach wurde die Gaststätte wieder total umgebaut und es entstand die rustikale Kneipe „Amadeus“. Sie existierte bis Anfang der 2000er Jahre.

Nun wurde aus der Gaststätte ein Jugendtreff und nannte sich „No Name“. In den oberen Räumlichkeiten war das Italienische Spezialitäten Restaurant „Pinocchio“ untergebracht. Aber auch dieses wurde nach kurzer Zeit wieder geschlossen.




Im März 2009 wurde das Haus verkauft und als "Die Alte Bar" bulgarisches Restaurant und Gasthaus wieder eröffnet.