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So ein Käs


So ein Käse

Wussten Sie, dass Sie zumindest eine Vokabel der fast ausgestorbenen urbulgarischen Sprache sprechen?
Joghurt heißt soviel wie schnittfeste Milch und die Bulgaren haben ihn erfunden.
Bereits vor über 1.300 Jahren fermentierten die Menschen auf dem Gebiet des heutigen Bulgariens Schafs- und Büffelmilch zu Katuk.
Heute sprechen die Wissenschaftler vom Lactobazillus bulgaricus und meinen damit das naturgesunde Pendant zu den in Westeuropa mit Zig-Millionen-Aufwand produzierten und vermarkteten probiotischen Milcherzeugnissen.

Das gesunde Geheimnis des bulgarischen Joghurts endeckte vor genau 100 Jahren der Arzt Stamen Grigorow. Der Mediziner lokalisierte die speziellen Milchsäurebakterien Lactobazillus bulgaricus, die offenbar nur im bulgarischen Klima optimal arbeiten können.
Arbeit hat aktuell auch ein Wissenschafts-Team der Universität Stara Zagora: Sie fahnden in bulgarischen Bergdörfern, in denen außergewöhnlich viele Einwohner älter 100 Jahre alt werden, nach den ursprünglichen Stämmen des hochaktiven, nährstoffreichen Lactobazillus bulgaricus.

Sich das Recht auf die Bezeichnung Feta zu sichern , da waren die Griechen schneller. Doch schneller ist nicht immer besser, werden Sie denken, wenn Sie sich einen echten bulgarischen Feta schmecken lassen. Etwa 35 private Hofkäsereien stellen noch heute diese Käsespezialität jeweils in eigenen, überlieferten Nuancen ausschließlich in Handarbeit her. Dass Sie einen original, handgeschöpften bulgarischen Feta genießen, schmecken Sie u.a. daran, dass dieser kaum Salz als Geschmacksverstärkung nötig hat

Traditionell unerreicht ist das, was die Bulgaren aus und mit Schafskäse machen: Von sanft aromatisch bis würzig pikant und einfach anders, ist für jeden Geschmack das Richtige dabei. Als Hart-, Weich- oder Streichkäse, klassisch auf und zu Brot, zu Hauptspeisen, als Dessert-Käse, geraspelt auf Salat oder zu Pommes frites den kreativen Varianten sind keine kulinarischen Grenzen gesetzt.

Doch auch bulgarischer Kuhmilchkäse vor allem die Hartkäsespezialität Kashkaval und der herzhaft-aromatische Lacrima werden zunehmend nach Westeuropa importiert.

Bulgarien, die Heimat der Büffel !?

Für den Laien kaum zu glauben, aber wahr: Denn die natürlichen Futterbedingungen für die sanften Riesen sind in den ländlichen Regionen Bulgariens ideal. Dabei fressen die Tiere sozusagen im Nebenjob für die Landschaftspflege und grasen die Wiesen und Weiden der Region sorgfältig ab.

Von Frühjahr bis Herbst fressen die Büffelrinder ausschließlich frisches Gras, Wiesen- wie Wildkräuter und selbst Disteln, Brennnesseln und Schilf verkosten sie mit großem Appetit. Im Winter, den die Tiere auch draußen verbringen, erhalten sie außer Heu zusätzlich Tresterreste der Apfelbauern. Eine Delikatesse, die die sonst so gelassenen Tiere zum Trog nahezu galoppieren lässt.

In den Büffel-Höfen Bulgariens werden bevorzugt Büffel-Hartkäse, Büffel-Feta und auch Büffel-Joghurt hergestellt.

Das Geschmackserlebnis echten bulgarischen Büffelkäses ist schlicht unbeschreiblich. Kenner genießen ihn einfach nur mit Krustenbrot und einem Glas Rotwein

Auf Rezept:
Bulgarischer Schopska-Salat mit geriebenem Schafskäse

Man nehme: 3-4 Tomaten, 1 Gurke, 4-5 entkernte, geröstete und gehäutete Paprikaschoten, 1 Zwiebel, 150 g (bestenfalls bulgarischen) Schafskäse, Petersilie, Essig, Öl und Salz.

Sie schneiden die Tomaten, Gurken, Paprikaschoten und Zwiebeln klein und schmecken das Ganze mit Öl, Essig und Salz ab. Danach reiben Sie den Käse über den Salat und bestreuen Ihren Schopska mit der fein gehackten Petersilie.
Dobar Apetit!